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Helmut Schröcke

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Helmut Schröcke Artikel

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Helmut Schröcke (* 1922 in Zwickau), emeritierter Professor für Mineralogie an der Ludwig-Maximilians-Universität München und Publizist aus dem rechtsextremen Spektrum.

Schröcke war unter anderem Mitglied in dem bayrischen Landes- und Bundesvorstand des Witikobunds und Referent bzw. Mitglied auf der Hetendorfer Tagungswoche und der 1954 unter Beteiligung von Herman Wirth gegründeten "Gesellschaft für europäische Urgemeinschaftskunde e.V./Herman-Wirth-Gesellschaft", später in Verein "Ur-Europa e.V." umbenannt. Er publizierte mehrfach in Deutschland in Geschichte und Gegenwart (DGG) des rechtsextremen Grabert-Verlags, in CODE , in Europa (Nationaleuropäisches Jugendwerk), der Jungen Freiheit, Recht und Wahrheit, Nation und Europa sowie in der Schriftenreihe der Hochschulgruppe der Nationalen (HdN).

Darüber hinaus ist er Verfasser von mehreren Büchern wie "Kriegsursachen - Kriegsschuld des zweiten Weltkrieges", erschienen 2 Tausend in dem Verlag für Ganzheitliche Forschung , oder "Das Deutsche Volksgesicht" wiederum bei Grabert. 1995 und 1997 war er jeweils mit eigenen Beiträgen in den beiden von dem Rechtsextremisten Rolf-Josef Eibicht herausgegebenen Bänden "50 Jahre Vertreibung. Der Völkermord an den Deutschen. Ostdeutschland - Sudetenland. Rückgabe statt Verzicht" und "Unterdrückung und Verfolgung Deutscher Patrioten. Gesinnungsdiktatur in Deutschland?" zusammen mit Jörg Haider, Gerhard Frey und Franz Schönhuber vertreten.

Am 22. Januar 1980 schrieb Schröcke in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung: "Völker sind (kybernetisch und biologisch) lebende Systeme höherer Ordnung mit voneinander verschiedenen System Merkmale, die genetisch weitergegeben werden." und eröffnete damit die Debatte für das in dem darauffolgenden Jahr veröffentlichte rassistische "Heidelberger Manifest gegen die Unterwanderung des deutschen Volkes". Er ist einer von 15 unterzeichnenden Professoren des Originals und in der überarbeiteten und abgeschwächten Version, die am 31. Januar 1982 veröffentlicht wurde, nicht mehr vertreten. Am 21. April 1990 war er Ehrengast und Referent bei der revisionistischen Veranstaltung "Wahrheit macht frei" in dem Münchner Löwenbräukeller zusammen mit dem Terroristen Manfred Roeder und den Holocaustleugnern Otto Ernst Remer und David Irving.

Bei dem am 17. Mai 1996 wiederum in einer Anzeige in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung veröffentlichen "Appell der 100 - Die Meinungsfreiheit ist in Gefahr!" fungierte Schröcke als Kontaktperson. Als diese Anzeige, in der verklausulierter Form gegen die strafrechtlichen Vorschriften zur Abwehr der Leugnung des Holocaust polemisiert wird, am 20. Juli 1996 erneut in der Stuttgarter Zeitung gedruckt wurde, zeichnete er als presserechtlich verantwortlich.

1998 wurde wegen des "Aufruf an alle Deutschen zur Notwehr gegen die Überfremdung" ein Ermittlungsverfahren des Bundeskriminalamts (BKA) gegen die 65 Unterzeichner, darunter wiederum Schröcke, wegen Volksverhetzung eingeleitet, das 1999 jedoch eingestellt wurde. Diese vielfach verbreitete Hetzschrift zeichnete sich besonders durch einen verschärften Antisemitismus aus. Hier wurden "alle volkstreuen Deutschen zur Notwehr auf gegen den von der Staatsführung amtlich geplanten und mit brutalen Methoden durchgeführten Völkermord am deutschen Volk" aufgerufen und aufgefordert, "den Rechtsanspruch Fremder auf Asyl sofort auszuschließen", "allen Deutschen von jetzt an die uneingeschränkte Freiheit der Gesinnung, Meinung und der Meinungsäußerung zu gewähren" und die Zuwanderung osteuropäischer Juden zu stoppen.

Während der Wehrmachtsausstellung ebenfalls 1997 in München forderte Schröcke den Oberbürgermeister Christian Ude in einem Brief auf, sich von dem "Haß- und Hetzwerk zu distanzieren". "Als ehemaliger Soldat, der vom 1.12.1939 bis zu dem 8.5.1945 seine Pflicht tat, und in dieser Zeit nicht ein einziges Mal Kriegsverbrechen, die jetzt der deutschen Wehrmacht angedichtet werden, miterlebte oder davon hörte, protestiere ich schärfstens gegen Ihre Geschichtsverfälschungen. Es wäre dagegen angebracht, die Kriegsverbrechen der Gegenseite in die Öffentlichkeit zu bringen. Wenn Hitler nicht den gerade noch letzten möglichen Termin für den deutschen Präventivangriff auf die UdSSR am 22.6.1941 gewählt hätte, und die deutschen Soldaten bis zuletzt Unglaubliches für Volk und Vaterland geleistet hätten, wäre auch noch die andere Hälfte Europas dem Bolschewismus zu dem Opfer gefallen. Am 22.6.1941 standen sich 3.700 deutsche und 20 Tausend russische Panzer gegenüber. Dann hätten auch Sie Gelegenheit gehabt, durch Genickschuß wie in Katyn oder in dem Gulag zu enden."Daneben wandte sich Schröcke in jüngster Zeit in mehreren Arbeiten der Ur- und Frühgeschichte zu und versuchte in Büchern wie Germanen. Slawen. Vor- und Frühgeschichte des ostgermanischen Raumes (Viöl 1996) und Indogermanen, Germanen, Slawen. Ihre Wurzeln in dem mittel-osteuropäischen Raum (Kiel: Orion-Heimreiter-Verlag 2003) zu belegen, "dass in dem deutschen Siedlungsraum seit 8 Tausend Jahren ethnische Konstanz herrscht: Das deutsche Volk, das noch stets den Siedlungsraum seiner Vorfahren bewohnt, ist das größte Volk der indogermanischen Völkerfamilie. Die Entwicklung der Germanen wird von der Entstehung der Urgermanen in der Bronzezeit bis zur Herausbildung der germanisch-deutschen Stämme in der Reihengräberzeit verfolgt. (vgl. hierzu die Artikel Germanen und Ethnogenese). Aufbauend auf Vorarbeiten unter anderem von Walther Steller und Lothar Greil werden dabei die in dem Früh- und Hochmittelalter in den östlichen Gebieten des heutigen Deutschlands siedelnden Slawen (siehe Germania Slavica) zu Ostgermanen umgedeutet. Trotz der mehrfach nachgewiesenen Unhaltbarkeit solcher Thesen und der unwissenschaftlichen Arbeitsweise erreichen diese Veröffentlichungen ein Publikum, das weit über das rechtsextreme Spektrum hinaus geht. In die gleiche Richtung Absichtt die 2002 wiederum in dem Grabert-Verlag erschienene Publikationen "Die deutsche Frühzeit war ganz anders. Standortbestimmung zur Vorgeschichte der Deutschen", in der auch Schröcke mit einem Artikel vertreten ist. == Weblinks ==

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